Homsarecs-Leseproben
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C3. Barbara Drucker

Barbara Drucker hat mir die große Freundlichkeit erwiesen, eine eigene Version der Bestrafungszene zu schreiben. Nachdem ich jahrzehntelang autodidaktisch vor mich hin gepusselt habe, gibt sie mir jetzt hochwillkommene Fingerzeige für die Aufarbeitung von Szenen, um sie lebendiger und bildhafter zu machen.

Sie befanden sich im großen Saal, Tanguta hatte seinen Platz im Thronsessel eingenommen und sah Hemyarik entgegen. Nur in eine graue Tunika gekleidet schritt der durch das Spalier von Parlamentsmitgliedern, Senatoren und Abgeordneten. Alle waren sie gekommen, um sich nicht entgehen zu lassen, wie der stolze Gegenkönig Buße tat und sich selbst erniedrigte, um dem Gefängnis zu entgehen. Tanguta sah ihm an, wie schwer es ihm fiel, erst recht, als er nur mehr wenige Schritte von ihm entfernt innehielt und sich nun auch der Tunika entledigte. Nur im grauen Lendentuch stand er vor ihm, die schwarzen, mandelförmigen Augen groß auf ihn gerichtet, den Kopf zwischen die Schultern gezogen, und die Arme fröstelnd an den Leib gepresst. Die Kälte musste von innen kommen, trotz der hohen Körpertemperatur ihrer Spezies.

Widerstrebend ging Hemyarik vor ihm auf die Knie, neigte sich vor und berührte mit der Stirn den Marmor. Die Arme angewinkelt, die Hände neben den Ohren, warf er sich demütig nieder. Dreimal, wie es das Gesetz vorschrieb, und dreimal hatte er dabei sein Schuldbekenntnis zu sprechen. Er musste sich die Floskel abringen, und die Zuschauer weideten sich an seiner Qual. »Lauter! Wir hören dich nicht!«, feuerten sie ihn hämisch an, und hatte er sein erstes Eingeständnis tatsächlich noch gemurmelt, presste er es nun lauter hervor. Tanguta hätte sich mit dem dritten Mal zufrieden gegeben, nicht jedoch Hemyariks Gegner. Sie forderten zwei weitere Male ein, bis Hemyariks Stimme klar und deutlich durch den Saal klang und Schamesröte seine Wangen überzog.

Tanguta winkte ihn näher. Er sah den Hoffnungsschimmer in Hemyariks Augen, die stumme Bitte, seine Sühne anzunehmen und ihm weitere Schmach zu ersparen. Doch das Protokoll verlangte, dass er vor dem Thron kniete, mit dem Rücken zum Dogen, und mit der Stirn erneut die Bodenplatten berührte. Im Augenblick gäbe Tanguta viel darum, nicht der Doge zu sein, dem verirrten jungen Mann aufzuhelfen und ihm schützend den Arm um die Schultern zu legen. Doch als Doge musste er sich dem Recht und den Bräuchen beugen, er streckte die Hand aus und empfing den Rohrstock.

Der Tradition gemäß standen ihm jetzt alle Freiheiten zu, den Sünder nach Belieben zu bestrafen, so lange und so schwer er es wollte, denn er war der Beleidigte, seine Ehre war verletzt und verlangte nach Satisfaktion. Allein, es beliebte ihm ganz und gar nicht, und der Doge in ihm stritt mit dem Mann.

»Was verdient er?« Er musste die Frage an die versammelten Noblen richten. Er war der Doge, aber kein unumschränkter Herrscher.

Vorschläge hagelten auf ihn ein, die meisten entsprangen eindeutig der Schaulust. Doch durfte ein Herrscher nicht Gnade vor Recht ergehen lassen? Ein absoluter vielleicht, und er beneidete ausnahmsweise die Machthaber der Cro. Als Doge von Sukent durfte er sich nicht über Parlament und Senat hinwegsetzen. Er konnte die Strafe nur abmildern, nicht vollständig verhindern.

»Dieser junge Mann«, sagte er und erlöste ihn ganz bewusst nicht aus seiner peinlichen Lage, »hat sich Macht angemaßt und mit ihr gespielt. Er verachtet die Frauen«, Tanguta suchte die Blicke der Amazonen, »aber er wollte niemandem etwas Böses tun. Er hat sich arrogant und lästerlich verhalten. Er ließ sich ›König‹ nennen, was die meisten von uns für Blasphemie halten. – Hemyarik! Ich sehe öffentliche Strafen kritisch, aber das Votum des Parlaments entscheidet.«

Seine Meinung hatte er kundgetan, mehr konnte er nicht für ihn tun. Er erhob sich von seinem Thron und schritt zum Pult, an dem Anträge zu Abstimmungen eingebracht wurden.

»Wer will, dass ich den Delinquenten öffentlich bestrafe, der möge durch die rechte Tür hinausgehen. Wer will, dass dies nicht öffentlich geschieht, der möge den Saal durch die linke Tür verlassen. Die Amazonen an den Türen beauftrage ich, euch zu zählen und euch wieder Eintritt in den Saal zu gewähren, sobald die Auszählung ohne Zweifel abgeschlossen ist.«

Die beiden Türen hatte er mit Bedacht gewählt, führten sie doch auf zwei getrennte Höfe, in denen die feindlichen Parteien nicht aufeinandertreffen konnten. Er winkte Salix zu sich und sprach ihr eine weitere Weisung ins Ohr. Die Abgeordneten rafften ihre Brokatroben zusammen, warfen einen letzten lustvollen oder mitleidigen Blick auf den entblößten Hemyarik, der immer noch auf dem kalten Marmor kniete, und schritten durch die Tür ihrer Wahl.

Als Erste wurden die Gegner der öffentlichen Bestrafung wieder eingelassen. Hemyarik hatte die Stirn vom Boden genommen und sah ihnen bange entgegen. Jeden Ankömmling zählte er stumm, aber mit zitternden Lippen. Sie waren in der Minderzahl, wenn auch in einer sehr knappen. Sein Schicksal war besiegelt, das Zittern erfasste seinen ganzen Körper.

Die schweren Türflügel fielen zu und verursachten einen mächtigen, gewichtigen Klang. Mit Ausnahme von Tanguta und Salix' Amazonen wandten sich alle erwartungsvoll nach der anderen Seite, doch diese Tür blieb verschlossen. Mochte die gehässige Majorität im Hof auf und ab marschieren, an eine komplizierte Auszählung glauben, obwohl sie doch nur hätte nachzählen müssen. In den Saal wären sie nicht einmal mit Gewalt gekommen, das verhinderten die Amazonen, die Salix auf Tangutas Geheiß an der Tür postiert hatte.

»Wie ihr seht«, sagte er, und seine Stimme hallte im halb leeren Saal, »bin ich überstimmt. Die Strafe muss öffentlich vollzogen werden.« Er ließ ein spöttisches Lächeln um seine Lippen spielen. »Allerdings ist nirgends die Rede davon, dass auch wirklich jeder der Bestrafung beiwohnen muss. Durch die Anwesenheit der Presse ist dem Gesetz Genüge getan, und so soll es auch sein.«

Er erhob sich abermals vom Thron, legte Robe und Kappe auf den steinernen Sessel und zog selbst den Siegelring ab. Nackt wie sein Delinquent, ohne jedes Zeichen der Herrschaft, nahm er den Stock zum zweiten Mal entgegen.

»Hemyarik, sieh mich an«, sagte er leise, »ich bin einfach ein Mann wie du.«

Die großen, dunklen Augen, die fein geflügelte Nase und die wunderschön geschwungenen Lippen berührten ihn. Die Stirnfransen verliehen Hemyarik etwas Mädchenhaftes, ihm, der Frauen doch so sehr ablehnte. Vielleicht, weil er ihnen selbst zu ähnlich war? Diese Lippen sollte man zärtlich küssen, über die hohen Wangenknochen streicheln und die Schläfen liebkosen. Die Finger durch das schwarze, glatte Haar kämmen, und diesem jungen Mann liebevoll und geduldig den rechten Weg weisen.

Tanguta riss sich von seinen Träumen los. Er war der Doge, und er hatte dem Gesetz und dem Spruch des Parlaments zu entsprechen. Und hatte er das getan, würde er den hübschen Mann nie wiedersehen.

Er straffte die Schultern, hob das Kinn und berührte Hemyariks Rücken leicht mit dem Stock. Bleibende Verletzungen würde er ihm nicht zufügen, doch schonen wollte er ihn auch nicht. Er hob den Stock an und ließ ihn scharf auf Hemyariks Rücken schnellen.

»Ah!«, entfuhr Hemyarik ein Schmerzlaut. Er genoss die Schläge nicht, wäre er zum Dienen geboren, hätte er sich wohl kaum zum Herrscher aufgeschwungen.

»Zähl mit!«

»Sieben … acht …!« Mit jedem Schlag schrie Hemyarik lauter und schriller. Tanguta umkreiste ihn und nahm erneut Maß. Was für eine Lust wäre es, wenn sie das im gegenseitigen Einvernehmen täten! Die Striemen leuchteten rot auf Hemyariks Rücken, kreuz und quer, er würde ihn schlagen und nachher salben und in seinen Armen wiegen!

»Neun!« Hemyarik liefen die Tränen über die Wangen. »Zehn!« Schmerz und Schmach schüttelten ihn, Tanguta legte den Stock beiseite.

»Danke mir für die Strafe«, forderte er nicht übertrieben laut, aber streng.

»Danke, mein Doge«, stammelte Hemyarik, und dieser Dank schmerzte ihn wahrscheinlich noch mehr als die zehn Stockhiebe.

»Vergiss niemals, dass du mir Gehorsam geschworen hast. Niemals.«

Er ließ sich die Robe wieder überstreifen, setzte die Kappe auf und verfügte, dem Protokoll die eben erfolgte Bestrafung hinzuzufügen. Er siegelte es, schob den Siegelring wieder über den Finger und streckte Hemyarik die Hand zum Kuss hin. Dann nickte er zwei Amazonen, die den erniedrigten Gegenkönig durch den Hinterausgang hinausführten, in der Camera dei Vestimenti in ein dunkelblaues Lendentuch mit dem geflügelten Löwen kleiden und ihn in der Tracht der Staatssklaven über die Hintertreppen aus dem Dogenpalast schmuggeln würden, wo er in der Menge untertauchen konnte.

Er gab den Amazonen ein Zeichen, nun auch die zweite Türe zu öffnen. Neugierig und mit vor lüsterner Erwartung funkelnden Augen strömten sie herein, die Herren Abgeordneten und Senatoren. Sie hatten es wohl fertiggebracht, selbst ihre Mehrheit festzustellen, allein, wer fehlte, war der Delinquent. Dieses hübsche, delikate Kerlchen, das unter schwersten Hieben die lieblichsten Tränen vergießen würde.
»Dem Gesetz ward Genüge getan«, sprach der Doge und verhehlte gar nicht die Genugtuung in seiner Stimme. Er ließ den Schriftführer vortreten und das Protokoll verlesen.

»Der Delinquent wurde eingekleidet und entlassen.« Diese letzten Worte schmetterten sie nieder. Gemurmel erhob sich, einige der Abgeordneten wollten lautstark protestieren, überlegten es sich jedoch anders. Wie hätten sie auch eingestehen sollen, dass sie sich nicht nur um das Schauspiel betrogen sahen, sondern ebenso sehr um den Anblick des nackten Dogen?
Tanguta ließ die Presse noch einmal zu sich kommen, um die Bilder freizugeben. Die züchtigeren Zeugnisse der Bestrafung durften als Beweis für ihren Vollzug veröffentlicht werden. Um die nächste Revolte zu unterdrücken, musste er die Schaulust befriedigen, und so salomonisch ihm seine Lösung zunächst auch erschienen war, ganz unrecht war es ihm doch nicht, sich selbst mit geschwungenem Stock und den hübschen Jüngling mit schmerzverzerrtem Gesicht in den Gazetten wiederzufinden.

Wie er erwartet hatte, berichteten ihm seine Spione später, dass Hemyarik in das Haus seiner letzten Anhänger zurückgekehrt war. Dem Dogen wieder zu begegnen wäre ihm allerdings zu peinlich gewesen, und Tanguta blieb nichts weiter, als die Erinnerung – und ein paar Fotos in der Journaille.

Im großen Saal des Dogenpalastes, vor allen Mitgliedern des Parlaments, Senatoren und Abgeordneten, rechts und links vom Mittelgang in Reihen postiert, mußte Hemyarik in einer grauen Tunika der Büßer zum Thron des Dogen schreiten. Vor diesem mußte er die Tunika ablegen und stand im grauen Lendentuch da.

Dann mußte er sich dreimal vor dem Dogen bis auf die Marmorplatten des Fußbodens niederwerfen und sein Schuldbekenntnis sprechen, angefeuert von Rufen aus den Reihen der Abgeordneten wie: »Lauter! Wir hören dich nicht!« Er sprach die dreimalige Bitte um Vergebung, die eine fünfmalige wurde, bis es allen hinreichend laut und deutlich erschien.
Der Doge ließ ihn näherkommen. Hemyarik glaubte schon, nun würde ihm vergeben werden. Aber nein. Das Protokoll verlangte, daß er sich vor den Thron kniete, mit dem Rücken zum Dogen, und die Stirn auf die Bodenplatten senkte. Dem Herrscher wurde ein Stock gereicht, und der Tradition nach hatte er jetzt alle Freiheiten, den Sünder nach Belieben zu bestrafen, so lange und so schwer er wollte, denn als der Beleidigte konnte er sich so Satisfaktion verschaffen.
Aber der Doge zögerte.
»Was verdient er?« war die Frage, die er an die versammelten Noblen richtete. Es gab Vorschläge, die merklich der Schaulust entsprangen. Aber wir kennen ja Tangutas Meinung. »Dieser junge Mann«, sagte er, ohne ihn aus seiner peinlichen Lage zu erlösen, »hat sich Macht angemaßt und mit ihr gespielt. Er verachtet die Frauen« — Tanguta suchte die Blicke der Amazonen —, aber er wollte niemandem etwas Böses tun. Er hat sich arrogant und lästerlich verhalten. Er ließ sich ‚König‘ nennen, was die meisten von uns für Blasphemie halten. Hemyarik! Ich sehe öffentliche Strafen kritisch, aber das Votum des Parlaments entscheidet.«
Er erhob sich von seinem Platz und ging zu dem Pult, an dem Anträge zu Abstimmungen eingebracht wurden.
»Wer will, daß ich den Delinquenten öffentlich bestrafe, der möge durch die rechte Tür hinausgehen. Wer will, daß dies nicht öffentlich geschieht, der möge durch die linke Tür hinausgehen. Die Amazonen an den Türen haben Order, euch zu zählen und danach wieder in den Saal zu lassen. Der Einlass wird gewährt, wenn die Auszählung ohne Zweifel abgeschlossen sein wird.«
Die beiden Türen führten auf zwei getrennte Höfe, was klug und weise war, um die feindlichen Parteien nicht aufeinandertreffen zu lassen.
Und während Hemyarik weiter auf den Steinfliesen kniete, winkte der Doge Salix zu sich und sagte ihr etwas ins Ohr.
Die Abgeordneten rafften ihre Brokatroben und schritten durch die jeweils gewählte Tür. Dann durften zuerst die Gegner der öffentlichen Strafe wieder hereinkommen. Sie waren in der Minderheit, aber knapp.
Hemyarik hatte jetzt kalte Hände und Knie. Er zitterte.

Nun passierte etwas Überraschendes. Die Amazonen, von Salix befehligt, schlossen die Türen hinter den Gegnern der öffentlichen Strafen, ließen aber die Tür für die Befürworter geschlossen, und die Majorität der Noblen wartete weiter auf dem Hof in dem Glauben, die Auszählung sei noch nicht fertig, sondern gestalte sich kompliziert. Im Saal waren außer den Gegnern der Bestrafung noch die Wachen und ein Teil der Amazonen, einige andere verhinderten von außen, daß die Türen geöffnet wurden.

»Wie ihr seht«, sagte der Doge, und seine Stimme klang anders im halbleeren Saal, »bin ich überstimmt. Die Strafe muß öffentlich stattfinden. Allerdings ist nirgends die Rede davon, daß jeder Zutritt haben kann. Durch die Anwesenheit der Presse ist dem Gesetz Genüge getan. Hemyarik, Achtung, es geht los.«
Der Doge stand auf und legte Robe und Kappe auf den Thron. Nackt wie sein Delinquent und ohne Zeichen der Herrschaft — selbst den Siegelring zog er ab und gab ihn dem ducalen Schreiber zur Aufbewahrung — nahm Tanguta den Stock. »Hemyarik, schau mich an«, sagte er leise, »ich bin einfach ein Mann wie du.«
Und dann nahm er Maß und schlug ihn kurz und heftig. Ging um ihn herum und nahm wieder Maß. Er ließ ihn die Schläge zählen, es waren zehn, er ließ ihn dafür danken und erinnerte ihn an sein Gelübde des künftigen Gehorsams.

Der Doge legte den Stock weg und ließ sich die Robe wieder überstreifen, setzte die Kappe auf, ließ das Protokoll fertigschreiben inklusive Erfassung dieser Bestrafung, siegelte es, ließ sich von Hemyarik die Hand und den Siegelring küssen und ihn durch den Hinterausgang fortbringen, geleitet von zwei Amazonen, die ihn in der Camera dei Vestimenti in ein dunkelblaues Lendentuch mit dem geflügelten Löwen kleideten, so daß ihn jeder für einen Staatssklaven halten mußte, der in einem Auftrag des Herrn unterwegs war, als er über die Hintertreppe den Dogenpalast verließ. Die Amazonen ließen ihn ohne Aufsehens passieren, und er tauchte in der Menge unter.

Nun ließ der Doge die empörte Versammlung der Abgeordneten und Senatoren wieder eintreten, die Platz nahmen und neugierig nach dem Delinquenten Ausschau hielten, nach diesem hübschen Kerlchen, das nun gewiß gleich unter schwersten Hieben die lieblichsten Tränen würde vergießen müssen. Die Verzögerung hatte sie in Ungeduld versetzt. Die Majorität war offensichtlich: Die Strafe mußte vor ihnen vollzogen werden.
»Dem Gesetz ward Genüge getan«, sprach der Doge und ließ den Protokollführer vortreten. Dieser verlas das Protokoll der Bestrafung. Es endete: »Der Delinquent wurde eingekleidet und entlassen.«

Ein Gemurmel erhob sich; einige der Abgeordneten wollten lautstark protestieren, gestanden sich aber dann schamvoll ein, daß sie nicht nur über das entgangene Schauspiel enttäuscht waren, nein, auch der Anblick des nackten Dogen war ihnen leider vorenthalten geblieben.
Tanguta ließ die Presse noch einmal zu sich kommen, und sie mußten ihre Digitalkameras vorlegen. Die züchtigeren Zeugnisse der Züchtigung durften als Beweis für den Vollzug der Strafe veröffentlicht werden, das stockschwingende Stadtoberhaupt mit dem schmerzverzerrten Gesicht des Bestraften befriedigte die Schaulust.
Hemyarik kehrte in das Haus seiner letzten Anhänger zurück.
Dem Dogen wieder zu begegnen wäre ihm allerdings gar zu peinlich gewesen.

Hemyarik wird bestraft