Teil 1

Entführungsgeschichten!

Etwas sprang mich an, was schon in Defoe's Robinson Crusoe und in meinen Indianerbüchern auf mich gelauert hat, als ich ein viellesendes Kind war. Kulturschock! Das war von Anbeginn mein Thema. Ich liebte die Entführungsgeschichte "Die Abenteuer der jungen Maisblüte" von Lois Lenski. Eine derartige Geschichte erzähle ich auch in diesem Roman.

 

Zeitgeist

Die Autorin

etwa zu der Zeit, als die Homsarecs auf Hochtouren liefen

Ich wurde wenige Jahre nach Kriegsende geboren, mein Erwachsenwerden fiel in die Zeit der 68er Revolten. Dennoch war ich politisch nicht an dieser kulturellen Wandlung beteiligt. Vielmehr sah ich Chancen für einen moralisch-unmoralischen Wandel und unendliche Experimentierfelder darin. Von klein auf waren mir die Bildungsinstitutionen eng und rigide vorgekommen, kleinlich und repressiv, verglichen mit der geistigen Freiheit, die ich in der Familie erfuhr.
Individualismus contra Anpassung: Das war das Leitmotiv meiner Schwierigkeiten in der Schule. Zu Hause ging es darum, dass man bestimmte Verpflichtungen erfüllte, dann durfte man sein wie man wollte. In der Schule wollte man mich auch da auf Anpassung bürsten, wo es doch niemandem schadete, wenn man anders war. Diese gleiche Kränkung legte ich Iván in die Seele.