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Homsarecs!

Homsarecs! Teil 2 Die Luxus-Ausgabe Galerie Spoiler-Alarm!
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Presse der Hauptstadt: Zeitung der Homsarecs Die Volksstimme! Sacrificium Der Teufelsspiegel

Der Zauberspiegel

Der "Lohebrannt" von 1648

Dieser Text, ebenfalls eine barocke Fiktion aus meiner Werkstatt, ist eine Metapher auf das SmartPhone. Es gaukelt dem Menschen, der so zum Narren wird, eine Scheinwelt vor, die ihn verleitet, die reale Welt zu vergessen.
Dieser Text stammt aus dem fiktiven Werk "Voraus-schauende Historia der Rasse Homo Sapiens
Erectus’ von Hieronimus Sebastian Ernest Lohebrannt,
1648." Die Anfangsbuchstaben des Autorennamens, H.S.E., gleichen denen von Homo Sapiens Erectus.
Hier wird den Homsarecs die vollständige Katastrophe vorausgesagt, wenn sie nicht ihren Lebensstil ändern. Sie würden ihre Cultura verlieren, und niemand würde mehr jemanden kennen, der ein echter Homsarec sei.
Aus diesem Grund wird der Lohebrannt als verbotenes Buch gehütet und nur ausgewählten Lesern zugänglich gemacht.

„DIABOLORUM MALEVOLORUM FABRICATIO QUI MENTEM
PERTUBAT
Teuflische Machenschaften übelster Art, welche die Sinne verwirren.
Sintemalen der Mensch sich dem Affen gleich durch lustig Spielwerk und bunten Tand ergötzen lässet, ward ihm ein Spiegelein angefertigt, welches ihm jeglich Conterfey zeiget, so er es will. Und da durch das Wasser, welches von den Bergen strömet, die Sinne schon wie im Traume sind und die
Starken wie Windelkinder plappern, ist es gar leicht, sie alle in den Reigen zu ziehen, in welchem zu sein sie glauben. Der Teufelsspiegel gaukelt ihnen auch Musik vor, so dass auf dem Tanzboden sie sich dünken, wiewohl sie doch wenig mehr sich rühren, als säßen sie im Kerker. Und weil
sie so begierig warten, was der Spiegel ihnen jeden neuen Tag Neues zeigenmag, sehen sie nicht das Antlitz ihres Nächsten, sondern lustwandeln in Träumen. Ihr glaubet, diese, die ihr nur im Narrenspiegel sehet, seieneure Freunde. Doch wie kann einer dein Freund sein, mit dem du noch
nicht ein Pfund Salz gegessen? Nahrung und Getränk, liebliche Gärtenund Gemächer, die der Narrenspiegel euch weiset, sind nichts als Trugbilder.
Doch der Schweiß, den ihr vergießet, um solchen Tand um gutes Gold zu erwerben, ist kein Trugbild. Tag um Tag verdinget ihr euch um solcherNarretei willen.
Lasset ab davon. Esset, was die Erde euch gibt, trinket das Wasser, das der Himmel euch schenket und welches im eigenen Hof ihr findet, nicht Wasser,das der Berg euch sendet, denn solches ist mit schmeichelndem Gifte versetzet. Enthaltet euch des teuflischen Blenderks, findet Ruhe im Geist.