Beischlaf-Helfer

Lelo als Beischlaf-Helfer

Lelo/Isegrim

hat sich schnell den Bräuchen der wilden Waldbrüder angepaßt

16. NOVEMBER
Gestern Abend waren wir wieder bei Perkeles Lieblingsfrau. Er und sie wünschen sich sehnlichst ein Kind, aber sie wird einfach nicht schwanger. Dabei ist sie Cro. Aber irgendwas klappt nicht, dabei — so sagt Perkele —, hat er mit ihr den besten Sex von allen. Normalerweise schlafe ich in der Kammer neben ihrer, wenn wir in ihrem Haus sind. Schlafen kann man das eher nicht nennen; ich döse und höre sie turteln. Aber gestern kam er noch mal zu mir rein, nackt und ein wenig verschwitzt, und winkte mir zu folgen. Sie saß auf dem Bett und schwieg mit blanken Augen, als wir uns beide zu ihr setzten. Es war warm, ein wenig Holz brannte im Ofen, auf dem Beistelltisch stand ein Kerzenhalter. Es roch nach Lust. Es wirkte sofort auf mich.
Er hatte schon gesagt, es läge wohl nicht an ihr, denn sie hatte schon Kinder, zwei Cro-Teenager aus einer früheren Ehe.
Sie heißt Sofia, mit Culturanamen „Visedom“, ist noch nicht vierzig, hat früh angefangen. Sie ist üppig, aber nicht dick, oben schmal, unten breit, wie Perkele es mag. Sie hat große dunkelbraune Augen, die immer etwas erschrocken wirken, auch wenn sie lacht. Ihre Haare sind schulterlang und kastanienbraun. Ihre Nase ist schmal und fein, ihre Lippen zart geschwungen und können fast ganz verschwinden, wenn sie unzufrieden ist. Heute hat sie einen kleinen, voll geformten, sinnlichen Kirschmund. Ihre Wangen sind leicht gerötet, und hätte ich nicht mitgehört, daß sie herumgealbert, sich gewehrt hat und von ihm geohrfeigt worden ist, ich hätte es mir nicht erklären können.
„Sie ist für heute noch ungefickt“, erklärt er in seiner wunderbar direkten Art, „würdest du mir diesen Dienst erweisen?“
„Wie — was — Madame…“
„Isegrim!“ sagt sie nur und schiebt die Decke weg. Sie spricht kaum Lingo, ich noch kaum Slowakisch, aber diese Sprache verstehen wir beide. Perkele spreizt ihre Beine und legt mit sanften Fingern zwei kleine, recht schwere silberne Ringe frei, die sie an den Labien trägt.
Ich war auf der Stelle steif. Ich beugte mich nieder und küßte dieses Wunder. Dann schob ich mich über sie und drang ein. Und während ich ihm gehorchte und mich mit ihr vereinigte, fühlte ich die ganze Zeit seine Hände auf meinem Po, endlich eindringende Finger, die mich viel zu rasch dazu brachten, daß ich mich ergoß. Und sie war auch schon gut vorgewärmt, ich fühlte kräftige Kontraktionen ihrer Muskeln.
Ich versuchte, es durch ein paar weitere Stöße auszukosten, was so schnell passiert war. Er ließ mich.
Wie war es mit ihr? Ich schaute sie an.
„Sind Sie gekommen, Madame?“ fragte ich sie, und das verstand sie und nickte träg.
Sie gab mir ein Zeichen, mich zurückzuziehen, und schloß die Beine. Ich trocknete mich mit einem Tuch, das Perkele mir gab.
Sie griff noch einmal nach mir und ließ sich meinen Penis zeigen, sie betrachtete meinen Ring, drehte mein Glied hin und her und sagte was Anerkennendes.
„Es ist für sie, daß ich ihn dir gestochen habe“, sagte er, „für ihr Vergnügen. Sie kann dich benutzen, wann sie will.“
„In deiner Gegenwart?“
„Gern. Danke. Aber gern auch mal ohne.“
„Und wenn sie schwanger wird, wessen Kind ist das dann?“
„Ich sorge für ihn.“
Ich mußte grinsen. Doms denken immer nur an Söhne.
Ich wußte, daß er mich als seinen Nachfolger aufbaute. Perkele hatte zwar erstaunlich lange gelebt, aber mit einer Ewigkeit rechnete er nicht.
Ich hätte die restliche Nacht bei ihnen verbringen können, aber ich bat, wieder in die Gästekammer gehen zu dürfen. Als ich wieder allein in der Kammer lag, liefen mir die Tränen runter.
Ja, du hast auch gehört, daß nachlassende Fruchtbarkeit bei alten Homsarecs ihren Tod ankündigen soll. Schätzchen, denk nicht an sowas. Mach dir keine Sorgen, genieß den Tag. Ich liebe dich.
(Das hat er mir dann in mein Tagebuch geschrieben)