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Homsarecs!

Homsarecs! Teil 2 Homsarecs! Teil 3 Die Luxus-Ausgabe Galerie Spoiler-Alarm!
Schauplätze
Ursprünge: Nach der Flower Power Political Correctness BDSM oder Fantasy? Symbole Mehr Symbole Warum Kannibalen? Ursprung des NuRiCA Alte Schreibung? Begriffe

Namen und Begriffe

Homsarec ist die Kurzform für Homo Sapiens Erectus. Der Homo Erectus ist die früheste uns bekannte Menschenart, die aufrecht ging und das Feuer verwendete. Er stellt somit eine entscheidende Stufe der Evolution dar. Ohne falsche Bescheidenheit sehen sich die Homsarecs als eine weitere Stufe in der Entwicklung des Menschen.
Cro (-Magnon) die übrigen Menschen, Nicht-Homsarecs. Die Frage, ob es Mischformen gibt, ist nicht endgültig geklärt.
Potozki ist der Name eine alten polnischen Adelsfamilie, die auch Könige hervorbrachte. Berühmt wurde die Gräfin Potozka, auch in der Schreibweise "Potocka" bekannt, die als Kind von einem Adeligen in der Türkei als Sklavin gekauft wurde und die später einen Potozki heiratete. In der Ukraine gibt es ein Barockschloß der Familie zu sehen. Und noch viele weitere Schlösser erinnern an den Ruhm dieser Familie.
Rauchen Ich bin entschiedene Gegnerin des Rauchens von Tabak oder seiner anderen Anwendungsformen. Es gibt aber auch Kräuter, die man zu Heilzwecken rauchen kann. Die Zigarettenmarke Kara Keyif (türkisch für »Schwarzes Behagen«) ist freie Erfindung. Sie ist in dieser Geschichte Begleiterscheinung des Bösen, luxuriös, verführerisch und tödlich.
Papavers ist Mohn, praktisch Opium, das Mittel, das die Homsarecs rauchen, weil es ihre gefährliche Überhitzung mindert. Sie gebrauchen es gegen emotionalen Streß und Überempfindlichkeit der Sinne. Dennoch ist es keine wirkliche Hilfe. Haschisch allerdings treibt Homsarecs vollends in den Wahn.
Sucht In Südostasien hatte früher jede Familie ihre Mohnpflanzen für den Notfall, gegen Zahnschmerzen und andere Beschwerden. So man es nur bei Bedarf verwendet, führt es nicht zur Sucht. William S. Burroughs, ein Kenner aller Rauschgifte, vertrat die begründete Ansicht, jedes Großhirn-Sedativ erzeuge automatisch eine Sucht.
Basilosphäre die Sphäre des Königs, also die kollektive geistige Ebene aller, die im Kreis sind, das bedeutet, nicht nur Homsarecs, sondern auch die ihnen eng verbundenen menschlichen Mitbewohner. Wer sich am intensivsten damit beschäftigt, was für alle das Beste ist, dabei seine eigenen Interessen ganz vernachlässigt, erreicht die Basilosphäre und wird König, was auch nur Augenblicke dauern kann. Aus dieser Ebene erteilt er die Befehle an den Kreis.
Kreis die telepathische Übertragungskette, die nicht nur die Homsarecs miteinander verbindet, sondern alle, die sich intensiv genug mit ihnen beschäftigen. Das kann auch die Leser dieses Romans betreffen.
Pais/Kore männliche und weibliche Jugendliche, die einem Freund der Eltern zur Obhut übergeben werden. In der Zeit des kurzen Lebens der Homsarecs war diese Maßnahme eine Notwendigkeit. Es ist eine Art Patenschaft und erzieherische Verantwortung. Paidoi/Korai (Mehrzahl) sind zum Gehorsam verpflichtet und bekommen Ohrringe als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zu ihrem Meister/ihrer Meisterin. Diese können schon vor dem Übergang in die Hände des Meisters verliehen werden, um das Versprechen zu verdeutlichen. Sie werden auch im Erwachsenenalter weiter getragen, vielfach zur Erinnerung des (bislang meist verstorbenen) Meisters.
Körperstrafen sind nicht ausgeschlossen. Ab vollendetem 16. Lebensjahr des Pais/der Kore ist auch eine sexuelle Beziehung, wenn dreimal vor Zeugen vom Jugendlichen erbeten, möglich. Es gibt aber auch Meister, die sich über diese Regeln hinwegsetzen. Wenn ein Berufsabschluß erreicht ist, entsteht Mündigkeit, und der/die Jugendliche entscheidet sich, ob er/sie als Sklave/Sklavin in den Dienst eines Herren oder einer Herrin eintreten will.
Sklave/Sklavin nach der Ausbildung kann sich der Pais oder die Kore entscheiden, ob er/sie bei dem Meister oder der Meisterin bleiben will und in den Stand eines Sklaven/einer Sklavin eintreten. In diesem Fall ist er oder sie zu dauerndem und vollkommenem Gehorsam verpflichtet und dient zu allen Gelegenheiten seiner Herrschaft. Eine sexuelle Beziehung ist in den allermeisten Fällen eingeschlossen. Die dreimalige und beidseitige Trennungserklärung vor Zeugen beendet die Leibeigenschaft und ersetzt sie im besten Fall durch Freundschaft. Eine einseitige Aufkündigung des Verhältnisses wird als Fehltritt betrachtet, ist aber manchmal nicht zu vermeiden. Der Sklavenstand kann nur freiwillig eingegangen werden.
Prinz/Prinzessin Wenn es sichtbar wird, daß die Veranlagung zur Dominanz bei einem/einer Jugendlichen vorherrscht, werden Paidoi oder Korai zu Prinzen und Prinzessinnen. Sie sind also Lehrlinge der Dominanz, keine zukünftigen Sklaven. Der Grundsatz, man müsse erst gedient haben, um herrschen zu können trifft auf viele zu, aber nicht auf alle. Sie werden anders erzogen, sind zwar der üblichen Pflichten nicht entbunden, jedoch wird von ihnen weniger Gehorsam, dafür mehr Verantwortung erwartet. Mit Rücksicht auf ihre Anlagen demütigt man sie nicht, Strafen sind bei Fehlverhalten jedoch möglich.
Menschliche Paidoi/Korai Unbeachtet ihres Alters werden Neuaufgenommene erst einmal als Pais oder Kore eingestuft. Das bleibt gültig, bis der Neuling einen Académia-Abschluß in einem der Lehr- oder Studienfächer gemacht hat. Dies und nicht das Alter verleiht ihm/ihr die vollen Rechte der Cultura. Auch ein handwerklicher Abschluß hat Gültigkeit. Legt ein Aufnahmewilliger jedoch keinen Eifer an den Tag, sich auf irgend einem Gebiet nützlich zu machen, findet er sich nach und nach zur Seite gedrängt und endlich außerhalb der Cultura wieder.
Vorbilder der Porträts Die unvergeßlichen Eindrücke, die ich bei einer Ausstellung der Gemälde von George Catlin gewann, sind der Hintergrund der Porträts der Homsarecs.
Zeitangaben 187 n.L. Das Jahr 187 n.L. = neuer Lesart ist das Jahr, in dem der erste Teil des Romans endet. An früherer Stelle war versehentlich 175 angegeben, richtig ist 185. Als Anfang ihrer Zeitrechnung nennen die Homsarecs das Jahr ihres Gesellschaftsgründers Kozodoi, der sein Manifest 1835 veröffentlichte.