Ausgabe vom

5/17/2009

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Über Rollen: Dominante Männer

Auch dominante Männer können Gentlemen sein

Weibliche und männliche Subbies können sich in reizender Weise solidarisieren. Zwischen weiblichen und männlichen Doms hingegen scheint ein Abgrund zu klaffen... Oder?
Das muß nicht so sein. Denn auch zwischen Dominanten verschiedenen Geschlechts kann es Freundschaften geben, sofern die eine Seite die Berechtigung der anderen Seite auf Dominanz anerkennt.

Manche sind Gentlemen, besonders die reflektierten, die wenigen, die ihre Rolle analysiert haben. Denn da die Gesellschaft die dominanten Männer früher nicht zwang, ihre Rolle zu durchdenken, so wie alle anderen das tun mußten, betrachten sie männliche Dominanz immer noch als selbstverständlich und sich als Krone der Schöpfung.

Manche, die gelegentlich switchen, sind zu einer wunderbaren respektvoll-zärtlichen Haltung gegenüber Frauen fähig, mit der sie sich für die Hingabe der Frau revanchieren. Also: Geht doch!

Ich kenne liebenswerte Patriarchen, mit denen es keinerlei Probleme gibt, wenn man ihnen nicht an den Karren fährt. Man merkt ihnen an, daß sie sich in der traditionellen Rolle heimisch fühlen.

Manche scheinen aber zu glauben, daß Frauen nicht von Natur aus dominant sein können.

Männliche Doms scheinen am anfälligsten für die Verwechslung von Spiel- und Alltagsebene.

Ausgesprochen peinlich finde ich, wenn Dominante ausprobieren, ob eine dominante Frau sich nicht doch toppen läßt. Vielleicht könnte man solche als Highlander bezeichnen.

Es scheint Doms zu geben, die glauben, Dominanz sei bei Frauen grundsätzlich gespielt, und sie müßten versuchen, alle zu unterwerfen. Der Platzhirsch muß alle weiblichen Tiere bespringen.
Ekelhaft!

Eine spezielle Variante von Macho finden wir allerdings unter den "Devoten". Aber das ist eine andere Geschichte.