Ausgabe vom

5/17/2009

erscheint unregelmäßig nach Lust und Laune
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Die netten Dämonen von nebenan

Stehen wir auf Du und Du mit dem Bösen?

Wir sind selbst toleranten Leuten eher unheimlich, stelle ich fest.

Da gab es so eine Euphorie in der Phase meines Coming-Out, ich dachte, alle müßten mich zu der Befreiung beglückwünschen. Inzwischen merke ich, daß auch in Schwulen-, Bi- und Lesbengruppen Befremden aufkommt, wenn wir uns outen.

Es amüsiert mich, aber ich sehe doch die Notwendigkeit, daß unsere Ethik anerkannt wird.

Wir sind genauso besorgt, niemandem einen Schaden zu tun wie jeder andere Mensch guten Willens auch! Aber wir haben keine Angst vor dem Blick auf die dunkle Seite.

Ich aale mich in dem mitfühlenden Zynismus, in der Aura von Furchtlosigkeit, die ich nur in unserer schwarzen Fraktion antreffe. Wir begegnen den Dämonen und schauen ihnen in die Augen und erkennen uns selbst als Ihresgleichen. Wir geben ihnen Futter, und sie lecken uns die Hand. Das ist der Weg, um ihre Freundlichkeit zu erfahren.

Stephen King propagiert im Einklang mit der christlichen Lehre die Existenz eines absoluten Bösen. Wir wissen es besser:

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Immer schon anders gewesen: Wir alle kennen das, wir erkennen einander schon allein dadurch

Gemälde: Lilith of Dandelion, "Abschiedsbrief", Acryl und Öl auf Hartfaser, 2. Zustand