Ausgabe vom

5/17/2009

erscheint unregelmäßig nach Lust und Laune
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Rezept der Woche

Subbie geschmort

Ein bewährtes Rezept, das im sonst so umfangreichen Kochbuch meiner Großmutter leider fehlt

Man nehme einen nicht allzu lange abgehangenen Mann, pelle ihn aus seinen Hüllen, wasche ihn, brühe ihn leicht ab und rupfe ihn, bis er ganz glatt ist und nur noch am Kopf Haare hat. *

Jetzt ist es Zeit, ihn mürbezuklopfen; sehr gut eignet sich ein Holzpaddel für diesen Zweck. Achten Sie darauf, daß er wirklich überall durch ist. Dann reiben Sie ihn dünn mit Öl ein und lassen ihn drei Stunden auf kleiner Flamme schmoren. Wenn Sie für diesen Zweck eine hinreichend große Kochkiste haben, wäre hier sein Platz.

Sobald er eigenen Saft zu produzieren beginnt, nehmen Sie ihn vom Feuer und binden alle Öffnungen zu. Denken Sie aber bitte auch daran, daß Fleisch atmen muß.

Lassen Sie ihn bei gemäßigter Temperatur eine Nacht ruhen, das macht ihn zart und bekömmlich. Sie können ihn dann wieder in seine Hülle geben und bedenkenlos Ihren Freundinnen servieren. Achten Sie aber darauf, daß die sich keine zu große Scheibe davon abschneiden.

*Und wenn er keine hat -- wozu braucht ein schöner Mann Haare?